Branche 03

Krankenhäuser und Gesundheitswesen

Versorgungssicherheit für Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Praxen – auch im laufenden Betrieb.

Im Gesundheitswesen ist Elektrotechnik Teil der Patientensicherheit. Ein Ausfall betrifft nicht nur Licht und Steckdosen, sondern Beatmung, Überwachung, OP-Leuchten und Labor. Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen brauchen deshalb Anlagen, die im Normalbetrieb effizient laufen und im Störfall sicher weiterversorgen – normgerecht geplant, sauber dokumentiert und regelmäßig geprüft.

Krankenhäuser gehören zu den Schwerpunkten unseres Meisterbetriebs aus Andernach. Wir übernehmen Elektroinstallation, Brandmelde- und Zutrittstechnik, Netzwerktechnik und Gebäudeautomation aus einer Hand – im Neubau ebenso wie im Bestand, der während der Arbeiten weiterläuft.

  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Fachkliniken und Reha-Einrichtungen
  • Alten- und Pflegeheime
  • Arztpraxen und MVZ
  • Ambulante Pflegedienste
  • Labore und Diagnostik
Lichtbänder in einer großen Gebäudehalle

Im Überblick

Was wir für Sie leisten.

  • Elektroinstallation für die Sicherheitsstromversorgung

    Planung und Installation der Verteilungen und Leitungswege, an die Netzersatz-, USV- und Batterieanlagen anschließen – abgestimmt auf die Umschaltzeiten, die das Versorgungskonzept Ihres Hauses vorgibt.

  • Elektroinstallation in medizinisch genutzten Bereichen

    Installation in Behandlungs-, OP- und Intensivbereichen nach den Anforderungen für medizinisch genutzte Räume – mit medizinischem IT-System, Isolationsüberwachung und Potentialausgleich.

  • Brandmeldeanlagen und Sicherheitsbeleuchtung

    Rauch- und Brandmeldeanlagen mit Aufschaltung und Ansteuerung von Brandschutzeinrichtungen sowie Sicherheitsbeleuchtung für Rettungswege.

  • Zutrittskontrolle und Videoüberwachung

    Zutrittssysteme für Stationen, Medikamentenlager und Technikräume, auf Wunsch mit Zeiterfassung, sowie IP-Videoüberwachung für Eingänge und Außenanlagen.

  • Netzwerk- und Kommunikationstechnik

    Strukturierte Verkabelung in CAT und LWL, WLAN-Ausleuchtung sowie Sprech- und Türkommunikationsanlagen für Verwaltung, Stationen und Medizintechnik.

  • Gebäudeautomation und Energiemonitoring

    Licht-, Heizungs- und Beschattungssteuerung mit KNX sowie Zähler- und Energiemonitoring, das Verbräuche sichtbar macht und Betriebskosten senkt.

  • Photovoltaik und Ladeinfrastruktur

    PV-Vorinstallation und Speicherlösungen sowie Wallboxen und Ladepunkte für Dienstwagen und den Fuhrpark ambulanter Dienste.

  • Prüfung, Wartung und Dokumentation

    E-Check und DGUV-V3-Prüfungen, Wartung von Elektroinstallation und Brandmeldeanlagen sowie Prüfprotokolle und fortgeschriebene Revisionsunterlagen.

Versorgungssicherheit als Planungsgrundlage

Grundlage jeder Klinikinstallation ist die Frage, welche Verbraucher wie lange ohne Netz auskommen dürfen. Daraus entsteht das Versorgungskonzept: Eine Netzersatzanlage übernimmt innerhalb von höchstens 15 Sekunden die Versorgung der sicherheitsrelevanten Verbraucher, während Batterieanlagen oder USV-Systeme OP-Leuchten, Patientenüberwachung und Sicherheitsbeleuchtung ohne spürbare Unterbrechung weiterspeisen. Beides zusammen bildet die Sicherheitsstromversorgung. Wir planen und installieren die Verteilungen und Leitungswege, an die diese Anlagen anschließen – so aufgeteilt, dass ein Kurzschluss auf einer Station nicht das ganze Haus betrifft.

Für Pflegeeinrichtungen und Praxen fällt das Konzept schlanker aus, folgt aber derselben Logik: erst festlegen, was nicht ausfallen darf, dann Einspeisung, Verteilung und Absicherung dimensionieren.

Medizinisch genutzte Bereiche nach DIN VDE 0100-710

Für Untersuchungs-, Behandlungs- und Operationsräume gilt die DIN VDE 0100-710. Sie teilt medizinisch genutzte Räume danach ein, wie eng ein Patient mit elektrischen Geräten verbunden ist – von der Sprechstunde bis zum OP- oder Intensivbereich, in dem ein Stromausfall oder Fehlerstrom unmittelbar lebensbedrohlich wäre. Je nach Gruppe verlangt die Norm ein medizinisches IT-System mit Isolationsüberwachung, zusätzlichen Potentialausgleich bis in die Patientenumgebung und eine Sicherheitsstromversorgung mit kurzer Umschaltzeit.

Welche Räume in welche Gruppe fallen, legt der Betreiber gemeinsam mit dem medizinischen Personal fest. Wir übersetzen diese Einstufung in Verteilerpläne, Leitungsführung, Prüfumfang und Dokumentation und stimmen uns mit Medizintechnik, Fachplanern und Haustechnik ab, damit die Anlage bei der Abnahme hält, was die Planung vorgibt.

Brandschutz, Zutritt und Datennetze

In Gebäuden, deren Nutzer sich im Brandfall nicht selbst in Sicherheit bringen können, ist Brandschutztechnik keine Formsache. Planung, Errichtung und Instandhaltung von Brandmeldeanlagen folgen der DIN 14675; dazu gehören die Aufschaltung sowie die Ansteuerung von Brandschutztüren und Lüftung. Hinzu kommt eine Sicherheitsbeleuchtung, die Rettungswege auch bei Netzausfall erkennbar hält. Zutrittskontrolle regelt, wer Medikamentenlager, Technikräume oder Stationen betritt, und lässt sich mit der Zeiterfassung koppeln; Videoüberwachung sichert Eingänge und Außenbereiche.

Das Datennetz ist so systemrelevant wie die Stromversorgung. Strukturierte Verkabelung in Kupfer und Glasfaser und ein sauber ausgeleuchtetes WLAN tragen Patientendaten, Medizintechnik und Verwaltung – so segmentiert, dass Gast-, Verwaltungs- und Medizinnetze getrennt bleiben.

Arbeiten im laufenden Betrieb und Betreuung danach

Sanierungen im Gesundheitswesen laufen stations- oder etagenweise, während nebenan behandelt und gepflegt wird. Deshalb beginnt unsere Arbeit mit einer Bestandsaufnahme und einem Ablaufplan, der Abschaltfenster, Provisorien und Umschaltungen mit Haustechnik und Hygienemanagement abstimmt. Staubschutz, gesicherte Wege und kurze Abstimmungswege zur Stationsleitung gehören ebenso dazu wie die Bereitschaft, einzelne Schritte in ruhigere Zeiten zu legen.

Nach der Abnahme bleibt die Anlage in Betreuung: E-Check und DGUV-V3-Prüfungen, Wartung der Elektroinstallation und Brandmeldetechnik sowie eine fortgeschriebene Dokumentation, mit der Sie bei jeder Begehung den ordnungsgemäßen Zustand Ihrer Anlage belegen können. Wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, ergänzen wir KNX-Gebäudeautomation, Energiemonitoring, Photovoltaik und Ladeinfrastruktur für Dienstfahrzeuge – Bausteine, die Betriebskosten senken, ohne die Versorgungssicherheit anzutasten.

Häufige Fragen

Was Auftraggeber uns fragen.

  • Am Anfang stehen eine Bestandsaufnahme vor Ort und ein Abstimmungstermin mit Ihrer Haustechnik, bei Bedarf mit Fachplaner und Medizintechnik. Daraus entsteht ein Ablaufplan mit Bauabschnitten, Abschaltfenstern und Provisorien, den wir gemeinsam mit Ihnen festlegen. Ausführung, Prüfung und Dokumentation folgen diesem Plan; auf Wunsch beraten wir bereits im Vorfeld technisch und nehmen den Bestand auf.

  • Ja, bei Sanierungen ist das der Regelfall. Wir arbeiten abschnittsweise, halten Abschaltungen kurz und stimmen sie mit Stationsleitung und Technik ab; Staubschutz und gesicherte Verkehrswege gehören dazu. Ob einzelne Schritte außerhalb der üblichen Zeiten sinnvoll sind, hängt vom Objekt ab und wird vorab mit Ihnen festgelegt.

  • Die Einstufung nach DIN VDE 0100-710 verantwortet der Betreiber gemeinsam mit dem medizinischen Personal, weil sie von der Art der Behandlung abhängt. Wir beraten dazu, was die jeweilige Gruppe technisch bedeutet, und setzen die Anforderungen anschließend in Planung und Installation um. Bei größeren Vorhaben arbeiten wir hier eng mit dem Fachplaner zusammen.

  • Sie erhalten Prüf- und Messprotokolle der Erstprüfung, aktualisierte Schalt- und Verteilerpläne – auch für die Verteilungen der Sicherheitsstromversorgung – sowie die Unterlagen zu Brandmelde- und Sicherheitstechnik. Der genaue Umfang richtet sich nach Projekt und Ausschreibung und wird vorab vereinbart. Bei Bestandsanlagen schreiben wir vorhandene Unterlagen fort, soweit sie belastbar sind.

  • Ja. Wir prüfen elektrische Anlagen und Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3, führen den E-Check durch und warten Elektroinstallation und Brandmeldeanlagen. Medizinprodukte selbst prüft in der Regel die Medizintechnik nach der Medizinprodukte-Betreiberverordnung; wir kümmern uns um die Gebäudeinstallation, an der diese Geräte hängen. Die Prüfintervalle legen wir mit Ihnen anhand von Anlage und Gefährdungsbeurteilung fest.

Kontakt

Sie planen ein Projekt?

Andrea Jurdzinski berät Sie persönlich – per E-Mail oder am Telefon. Beschreiben Sie uns Ihr Vorhaben, wir melden uns zeitnah mit einer ersten Einschätzung.

Porträt von Andrea Jurdzinski

Andrea Jurdzinski

Projektanfragen & Beratung